Zugspitze, 2.962 Meter, höchster Berg Deutschlands, am heißen 4. August 2015

Bergtour der Ski- und Bergsportabt. des TSV Ottobrunn

Ganz schön hoch so ein fast-3000er. Der Weg war ausgesprochen abwechslungsreich. Hier finden sie Günter’s Bericht und unten unsere Bildergalerie zur Tour.

Um 6.45 Uhr fahren wir mit drei Autos am Haidgraben los. 11 Teilnehmer dieser Bergtour, Götz mit Gabi u. Anke, Günter A. mit Brigitte, Franz G. mit Lena, Wolfgang S., Franz W., Helmut R. u. Willi A. sind bereit, sich bei dieser Hitze zu schinden. Um 8.40 Uhr starten wir im Besitz eines Wander-Tickets „Gatterl“ mit der Ehrwalder Almbahn zur Ehrwalder Alm. Nur Götz, unser Tourenführer, fährt mit seinem Auto zur Talstation der Tiroler Zugspitzbahn, um dann mit seinem Radl zurück zum Startpunkt an der Talstation der Ehrwalder Almbahn zu fahren. Helmut hat dort auf Götz gewartet und eine Stunde später sprinten die beiden hinter uns her, um uns am Gatterl zu treffen. Aber die restlichen 9 wackeren TSVler lassen es auch krachen. Zunächst folgen wir der Beschilderung zur Hochfeldern Alm. Dort auf 1.753 m passieren wir ein Gattern mit Drehkreuz.
Ein Schild zeigt an: Bis zur Zugspitze braucht man noch 5 1/4 Stunden. Wir folgen der Beschilderung in Richtung Felderer Jöchl, Gatterl, Knorrhütte und Zugspitze. Entlang des Pfades begleiten uns Bergkiefern und Almwiesen noch eine Weile bis die Vegetation kurz vor dem Felderer Joch (2.045 m) karger wird. Wir schauen zurück auf die eindrucksvolle Mieminger Bergkette und sehen, Grünstein, Östliche Griesspitzen, Mittagsspitze, Hochplattig und Hohe Munde.
In der Ferne sehen wir bereits die Felsen des Gatterls. Das Gatterl (2.024m) markiert die Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Um nach Deutschland zu gelangen, muss ein altes Drahttor passiert werden. Zahlreiche Andachtstafeln sind rund um die symbolische Grenze zu finden. Da Götz und Helmut noch nicht zu sehen sind, steigen wir nach kurzer Trinkpause weiter.
Für einige Meter müssen wir  jetzt klettern. Aber eine Kletterausrüstung ist hier nicht notwendig. Dafür
werden wir nach den Kletterpassagen mit kleinen Abstiegen bzw. einem fast eben verlaufenden Pfad belohnt. Vorbei an den Grundmauern einer alten Kapelle und einem Kreuz passieren wir ein Stück weiter eine Schutzhütte, die etwas oberhalb des Pfades liegt. Wer bis hier die Knorrhütte noch nicht erblickt hat, sollte
sich genau umschauen: Am Ende einer langen Rechtskurve liegt die Hütte auf 2.052 Metern. Um 12 Uhr erreichen wir die Knorrhütte und machen eine längere Pause. Hier stoßen auch Götz und Helmut zu uns.
Wenig oberhalb der Knorrhütte wird der Schneefernerkopf mit seinen 2.874 Metern und dem sich darunter befindlichen Gletscherrest ein ständiger Begleiter für den Rest der Tour. Nun wechseln wir auch den Untergrund und außer Geröll – und zahlreichen anderen Bergsteigern und Touristen, die teilweise wie an einer Perlenschnur aufgereiht auf den Gipfel wandern – sehen wir für lange Zeit nichts mehr. Doch, auf diesem Geröllhang des Schneefernecks kommen uns zwei Mountainbiker, wahre Radartisten, entgegen!! Nach einem gewaltigen Anstieg erreichen wir die Sonn-Alpin Hütte, die Station der Gletscherbahn auf exakt 2.600 Metern und die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus. Hier an dem „Rummelplatz mit Reklame-BMW“ trennen den ambitionierten Bergsteiger noch genau 362 Meter vom Gipfel.
Gabi, Anke und Brigitte entscheiden sich, mit der Gletscherbahn auf den Gipfel zu fahren. Der Preis
für die Fahrt ist im „Gatterl-Ticket“ enthalten.
Alle anderen quälen sich auf steilem Schotterweg bergauf, bis wir nach längerer, leichter Kletterei das Münchner Haus mit seinen unzähligen Touristen erreichen. Götz, Helmut und Franz W. haben als erste
das inzwischen in Wolken gehüllte Ziel erreicht und begrüßen die dann folgenden Schinder-Kameradin Lena und die restlichen Kameraden.
Im Schnitt haben wir ca. 6,5 – 7 Std. einschließlich einer einstündigen Pause auf der Knorrhütte benötigt, um die ca. 1.635 Hm zu bewältigen.
Unsere Gletscherbahnfahrerinnen sind bereits mit der Tiroler Zugspitzbahn talwärts gefahren, um die Autos von der Talstation der Ehrwalder Almbahn zu holen.
Schnell stellt sich der Berichterstatter in die Warteschlange, um die Gipfelspitze mit dem “Goldenen Gipfelkreuz“ zu erklettern. Nach gefühlter Wartezeit von 15 Minuten schafft auch er es, am Gipfelkreuz
ein Foto zu machen.
Um 16 Uhr fahren wir mit der Tiroler Zugspitzbahn hinab ins Tal und treffen auf der Terrasse des „Alpen-Restaurant Tiroler Zugspitze“ unsere bereits wartenden Gletscherbahnfahrerinnen. Nach ausgiebiger Kaffeepause mit exzellentem Kuchen fahren wir um 17 Uhr zufrieden heim.
Unser aller Lob gilt unserem Tourenführer Götz für die hervorragende Organisation dieser Tour. Ohne seine Radtour wären wir auf die viel zeitaufwendigere Busfahrt von der Talstation der Tiroler Zugspitzbahn zur Ehrwalder Almbahn angewiesen gewesen!!!
Günter A.

 

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