Besuch in der Unterhachinger Geothermie am 28. März 2012 – Beispiel einer umweltfreundlichen Energieversorgung

Die Ski- und Bergsportabteilung des TSV macht sich inzwischen auch intensive
Gedanken über die Energieversorgung im Allgemeinen und insbesondere in
Ottobrunn und Umgebung.
Daher wollen die 14 Teilnehmer bei dem Besuch in der Geothermie Näheres über
die Anlage in Unterhaching wissen.
Ziel des Besuches ist es herauszufinden, ob man umweltfreundlich erzeugte
Fernwärme und oder auch Strom günstiger erwerben kann, da insbesondere die
Rentner immer ärmer werden.
Unter den 14 Teilnehmern sind daher eine ganze Reihe von “Energieexpertinnen und
-experten anwesend, die sich scheinbar ganz besonders gut auf diesen Besuch
vorbereitet haben und dann die Führerin der Geothermie, Frau Marlene Stüfer mit
ihren hochwissenschaftlichen Fragen und Kommentaren stark beeindrucken.
Nach Begrüßung durch Frau Stüfer im Foyer der Anlage erfolgt die Einführung zum
Thema durch eine DVD-Projektdokumentation. Danach diskutieren unsere Fachleute
mit der Führerin. Aus Zeitgründen wird die Diskussion beendet, damit anschließend
wenigstens noch der bemerkenswerte Rundgang durch das Kraftwerk stattfinden
kann.
Mit der Geothermie bietet die Gemeinde Unterhaching ihren Bürgern eine
zukunftsweisende Alternative zur umweltfreundlichen Wärmeversorgung mit Erdöl
oder Erdgas, die „preisstabil,
umweltfreundlich und sicher“ sein soll.
Bei der Geothermie bzw. Erdwärme handelt es sich um die Wärme, die im oberen
Teil der Erdkruste, u. a. in Thermalwasser, gespeichert ist. Sie ist nahezu
unerschöpflich und zählt somit zu den regenerativen Energien. Erdwärme hat viele
Vorteile gegenüber klassischen Energiequellen und wird in Unterhaching sowohl zur
Erzeugung von Fernwärme zum Heizen als auch zur Gewinnung von
elektrischem Strom eingesetzt. Letzteres erfolgt mit Hilfe eines
Erdwärmekraftwerks mit der Kalina – Technologie.
Das Besondere an der Anlage
ist, dass beide
Nutzungsarten gleichzeitig realisiert
werden.
Die Geothermie fördert jede Sekunde bis zu 150 Liter 122 Grad heißes
Thermalwasser aus über 3000 m Tiefe an die Oberfläche. In einem
Temperaturbereich zwischen 60 und 122 Grad stehen dafür rund 38 Megawatt
thermische Energie zur Verfügung.
Eine Tafel über den aktuellen Netzausbau beweist, dass das bestehende
Fernwärmenetz lediglich die Gemeinde Unterhaching versorgt. Weitere Straßen in
Unterhaching bzw. ein Netzausbau können bei entsprechender Nachfrage
hinzukommen.
Für die Ottobrunner gilt also, nix ist mit einer neuen Quelle, günstiger Fernwärme
oder Strom zu beziehen. Dafür rechnet man in Taufkirchen, Pullach und Grünwald in
nächster Zeit mit Erfolgen bei den bereits begonnenen Bohrungen nach
Thermalwasser.
Günter Adolf

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