Leichtathletik: Bronze, Bestleistungen und ein neuer Vereinsrekord für den TSV Ottobrunn bei den Deutschen Meisterschaften

Mit einer Bronzemedaille, einem neuen Vereinsrekord, mehreren persönlichen Bestleistungen und zahlreichen Top-Platzierungen kehrten die Masters des TSV Ottobrunn von den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Masters vom 17. bis 19. Juli in Mönchengladbach zurück. Gegen die besten Athletinnen und Athleten Deutschlands bewiesen die Ottobrunner einmal mehr ihre außergewöhnliche Sprintstärke, ihren Kampfgeist und ihren ausgeprägten Teamzusammenhalt.

Bronzemedaille und neuer Vereinsrekord für die 4×100-m-Staffel

Für den Höhepunkt der Meisterschaften aus Ottobrunner Sicht sorgte die 4×100-m-Staffel der M50. In der Besetzung Frank Kuklik, Thomas Baumann, Jochen Kaller und Tammo Tjarks gewann das Quartett in 50,20 Sekunden die Bronzemedaille und verbesserte gleichzeitig den erst wenige Wochen zuvor beim Team-DM-Qualifikationswettkampf in Gröbenzell aufgestellten Vereinsrekord von 50,27 Sekunden um weitere sieben Hundertstelsekunden.

Bemerkenswert ist dabei, dass der Lauf noch längst nicht perfekt verlief. Die Staffelwechsel gelangen diesmal nicht optimal – beim zweiten Wechsel musste Thomas Baumann seinen Staffelkollegen Jochen sogar mit einem lauten „Stopp!“ bremsen, um einen Wechselfehler zu vermeiden. Wertvolle Zehntelsekunden gingen dadurch verloren. Umso beeindruckender ist die erzielte Zeit, die das große Potenzial der Mannschaft eindrucksvoll unterstreicht.

Ein wesentlicher Baustein für diesen Erfolg war die kluge Wettkampfplanung. Nach seiner Oberschenkelzerrung bei den Bayerischen Meisterschaften in Aschaffenburg hatte Thomas Baumann dort bewusst auf die 200 Meter und den Staffelstart verzichtet. Auch in Mönchengladbach ließ er die 100 Meter aus, um sich vollständig auf die Staffel zu konzentrieren. Eine Entscheidung, die sich mit der Bronzemedaille und dem neuen Vereinsrekord eindrucksvoll auszahlte.

Frank Kuklik überzeugt erneut auf ganzer Linie

Ein herausragendes Meisterschaftswochenende absolvierte erneut Frank Kuklik (M55). Über 100 m bestätigte er mit 12,95 Sekunden exakt seine persönliche Bestleistung und belegte damit einen starken 6. Platz in Deutschland.

Noch erfolgreicher verliefen für ihn die 200 m. In 26,21 Sekunden verbesserte Frank seine persönliche Bestleistung gleich um eine halbe Sekunde und erreichte einen hervorragenden 5. Platz. Die kontinuierliche Entwicklung des Ottobrunner Sprinters setzt sich damit eindrucksvoll fort.

Fast schon traditionell blieb der Zieleinlauf nicht ganz ohne Drama: Nach dem Rennen kam es – nicht zum ersten Mal – zu einem unfreiwilligen Kontakt mit dem Tartan. Glücklicherweise blieb der Sturz ohne ernsthafte Folgen. Man könnte inzwischen fast schmunzelnd sagen: Frank und die Laufbahn verbindet ein ganz besonderes Verhältnis.

Auch über 100 m Hürden zeigte Frank mit 18,02 Sekunden als Vierter eine starke Leistung und verpasste einen Medaillenrang nur knapp.

Rolf Pries belohnt sich für mutige technische Umstellung

Besonders erfreulich verliefen die Meisterschaften für Rolf Pries (M60). Über 100 m Hürden steigerte er seine persönliche Bestleistung deutlich auf 16,51 Sekunden und belegte damit einen hervorragenden 4. Platz.

Der Erfolg kam nicht von ungefähr. Nach intensiver Trainingsarbeit stellte Rolf seinen Rhythmus zwischen den Hürden auf den anspruchsvolleren Drei-Schritt-Rhythmus um – mit großem Erfolg. Gegenüber den Deutschen Meisterschaften des Vorjahres verbesserte er sich um ganze zwei Sekunden. Entsprechend zufrieden fiel auch sein Fazit aus: „Hürden war wirklich super.“

Im Weitsprung lief es dagegen diesmal nicht nach Wunsch. Mit 3,94 m und Platz zwölf blieb Rolf unter seinen Möglichkeiten. Das richtige Gefühl für den Absprung wollte sich an diesem Tag einfach nicht einstellen. Solche Wettkämpfe gehören jedoch zur Leichtathletik dazu und zeigen, wie schmal der Grat zwischen einer Topleistung und einem weniger gelungenen Wettkampf sein kann.

Klaus Aufinger erreicht sein persönliches Meisterschaftsziel

Auch Klaus Aufinger (M60) durfte sich über einen besonderen Erfolg freuen. Über 100 m Hürden unterbot er erstmals die angestrebte 20-Sekunden-Marke und steigerte seine persönliche Bestleistung um mehr als sechs Zehntelsekunden auf 19,75 Sekunden. Mit Platz neun rundete er das starke Abschneiden der Ottobrunner Hürdensprinter ab und belohnte sich für seine kontinuierliche Trainingsarbeit.

Teamgeist als Schlüssel zum Erfolg

Die Deutschen Meisterschaften in Mönchengladbach haben einmal mehr gezeigt, dass die Masters des TSV Ottobrunn auch auf nationaler Ebene zu den leistungsstarken Vereinen zählen. Die Bronzemedaille der Staffel, der erneute Vereinsrekord, mehrere persönliche Bestleistungen und zahlreiche gute Platzierungen unter den besten Athleten Deutschlands sprechen für die hervorragende Arbeit der gesamten Mannschaft.

Mindestens ebenso beeindruckend war jedoch der Teamgeist, der die Ottobrunner Masters seit Jahren auszeichnet. Ob kluge taktische Entscheidungen, die Bereitschaft, persönliche Ambitionen zugunsten des Mannschaftserfolgs zurückzustellen, oder die gegenseitige Unterstützung während der Wettkämpfe – jeder Einzelne trug seinen Teil zum gelungenen Abschneiden bei.

Die Ergebnisse von Mönchengladbach sind damit weit mehr als eine Sammlung guter Platzierungen. Sie zeigen eindrucksvoll, dass sich konsequentes Training, gegenseitiges Vertrauen und ein außergewöhnlicher Zusammenhalt auszahlen.

Unsere 4 x 100 m Staffel gleich nach dem Lauf, …
…, bei der Siegerehrung und …
… stolz mit ihren Medaillen! (Von links: Tammo Tjarks, Jochen Kaller, Thomas Baumann und Frank Kuklik)
Unser Team in Mönchengladbach (von links): Rolf Pries, Frank Kuklik, Tammo Tjarks, Jochen Kaller, Thomas Baumann und Klaus Aufinger

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