TSV RR-Tour um das bayerische Hopfenland am 16. Juli 2016

Willi A., unser RR-Organisator, RR-Führer u. RR-Motivator hat eingeladen. Drei Spitzenfahrer, weitere zwei weibliche und vier Normalos sind dem Aufruf hochmotiviert gefolgt.

Bei einem Wetter, für diese Jahreszeit zu kühl, später vorsichtig sonnig werdend, starten wir um 9.45 Uhr in Moosburg an der Isar am Viehmarktplatz. Die Ankündigung „anstrengend“ bedeutet für „die“ Teilnehmer des letzten „Giro“, gleich fast mit Vollgas zu starten. Es gilt das Motto: “ Je eher daran, je eher davon“. Wir versuchen die Reisegeschwindigkeit der Tour de France zu erreichen, aber da fehlt es bei den sechs normalen Pedalrittern weit. Nach ständigem Bergauf und Bergab kämpfen wir uns nach Au i. d. Hallertau. Nach zwei Stunden RR-Ritt, kurz vor Osseltshausen, schlägt der Berichteschreiber vergeblich vor, in der Schnaxel-Oim die übliche Cappuccinopause einzulegen. Um etwa 13 Uhr und 66 km erreichen wir die Hopfenmetropole Wolnzach. Für einen Besuch im weltberühmten Hopfenmuseum ist leider keine Zeit, weil Kultur entfällt ja auch beim Giro oder bei der Tour. Außerdem hat es bestimmt geschlossen. Und Kultur im RR-Dress geht ja gar nicht. Aber im Biergarten des Gasthofes zu Post heißt man uns herzlich willkommen. Vorsichtig schickt die Sonne ein paar Strahlen.

Weiter geht es auf und ab. Weil die sechs Pedalritter bzw. –innen für die Erhebungen nur noch 99 Prozent ihrer Kraft zur Verfügung haben, schafft es Götz jeden Berg zweimal zu fahren. Nach 117,83 km treffen wir wieder in Moosburg ein. Das Stadtfest hat schon begonnen und lädt zu Bier und Brotzeit ein. Aber als Autofahrer setzen wir uns in ein Cafe und schlecken zum Schluss formidable Gelati. Statt des wirklich verdienten Cappuccino gönnen sich der Verfasser mit Ehefrau Brigitte noch einen hervorragenden italienischen Cafe (Espresso).

Günter

Anmerkung der Redaktion:
Um die Seelenlage des Berichteschreibers berücksichtigen zu können sollte man wissen, dass dieser gerade von einer Studienreise nach Oberitalien zurückkam, wo er die cyclotechnische Infrastruktur eingehend begutachtet, geprüft und in hervorragendem Zustand befunden hatte: an jeder Straße ausreichend Espresso-Bars, in jedem Ristorante Cafe Latte und Cappuccini in bester Qualität und die Speisekarten – da Sogno. So suchte er den Vergleich auf heimischem Terrain und war entsetzt, dass sich unter den veschwitzten Helmen seiner Begleiter vornehmlich Gedanken zu Hopfenspargel, dörflicher Architektur oder Erosion in den Hopfengärten breit machte und manche der von ihm für notwendig erachteten Stichproben sträflich unterblieben. Jedoch blieb sein Brontolare nicht ohne Wirkung: auch seine Begleiter genossen zum Abschluss formidable Gelati und Affogati al Caffè.

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