Übersicht Skitouren, Winter 2013/2014

ABTEILUNG Ski & Berg

Abteilungsleiter: Werner Steininger
Friedenstraße 6, 85521 Ottobrunn

Skitourensaison 13/14

Wettermäßig hatte die Skitourensaison einen Traumstart.
Am 16.11.2013 stand eine Wanderung auf den Veitsberg im Programm, in der Hoffnung, die letzten Almblumen: Enzian, Kreuzblume, Hahnenfuß, und andere in wärmender Herbstsonne zu sehen. Es war sonnig, es war warm, aber die meisten Blumen steckten unter einer Schneedecke. Die
Schneedecke wuchs in den nächsten Wochen, und mit ihr die Hoffnung auf eine wunderbare Tourensaison.
Ende November bis Anfang Dezember waren schon Skitouren möglich. Wir hatten aber keine im Programm. Und dann kam Tauwetter und die Berge wurden grün und grau. Aus der Traum? Mitnichten. An fast allen Tourenterminen wurden Touren durchgeführt. Zwar zumeist nicht die, die im Programm standen, aber die Ausweich-Touren waren interessant und abwechslungsreich.
Die Eingeh-Tour am 19.Dez 2013 zum Taubenstein wurde zum Brauneck verlegt, weil der Markt Schliersee die Nutzung der Pisten zum Aufstieg pauschal gesperrt hatte. Im unteren Teil war am Brauneck nur auf der Piste genügend Schnee zum Aufstieg. Aber oben lag überall ausreichend Schnee. Bei der Abfahrt nutzten wir – wie vorgesehen – die Piste. Sonja hat bei ihrer allererste Skitour sehr gut mitgehalten.
Am 27.12.2013 war eine Tour aufs Sonnwendjoch vorgesehen. Der Weg verläuft auf einer ehemaligen Skipiste und dort braucht es wenig Schnee. Auf den ersten 500 Hm war aber gar keiner. Und daher nahmen wir uns das Feldalphorn vor. Der Hügel am Parkplatz sah nur leicht überzuckert aus.
Ob das was wird? Ein schmales Schneeband führte am Hügel vorbei und dann nach oben. Und dann wurde es immer breiter, bis es den ganzen Berg umschloss. Ab der Hälfte des Berges wurde es pulverig. Abgefahren sind wir bis zum Parkplatz.
Am 23.01.2014 machten die Schneeberichte aus den Kitzbühelern den Bärentalkopf unattraktiv. Aber Horst hatte das Sonntagsköpfl als Ersatzziel vorgeschlagen. Gleich vom Parkplatz Hochfügen gings im Zickzack durch den Wald hinauf und dann durch sonniges, freies Gelände auf diesen Vorgipfel des Gilfert. Von dort nach Norden hinunter durch knietiefen Pulverschnee über weite Hänge. Jeder konnte seine eigene Spur ziehen. Die letzten 50 Hm glitten wir neben der Loipe zum Auto.
Am 20.02.2014 war Langlauf vorgesehen. Aber was macht man ohne Loipen? Gerüchteweise sollte die Plankenstein-Reiben gehen. Bis zum Holzplatz war kein Schnee. Aber auf der Straße zum Wallberg. Und nach 1 km stiegen wir durch den tiefsten Winter. Am Plankenstein war es trotz strahlender Sonne recht frostig. Dafür gab es auf der Abfahrt zur Sibli-Alm knietiefen Pulverschnee.
Der Schafsiedel hatte wenig Anziehungskaft auf die Tourengeher. Aber der Lämpersberg war 3 Wochen vorher aus gefallen und bot sich am 27.02.2014 an. Beim Aufstieg fehlten mal 5 m Schnee. Bei der Abfahrt waren sie dann wieder da. Und wieder gab ́s oben Sonne und Pulverschnee.
Der Zischgeles ist eine Herzensangelegenheit von Walter. Mit Recht. Der 08.03.2014 war ein herrlicher Sonnentag und der Parkplatz in Praxmar war voll. Dass der Zischgeles ein Traum von einem Tourenberg ist, wissen viele. Vor allem dann, wenn die weiten Hänge von oben bis unten mit Pulverschnee glänzen.
Der Herrenstein wäre mit genügend Schnee eine wunderbare Firntour gewesen.
So ging es am 20.03.2014 ins Stubai und zum Wilden Pfaff. Durch die Lifte im Gletscherskigebiet kann die Tour von München aus an einem Tag gut gemacht werden. An den Tagen vorher hatte es geschneit.
Aber leider kaum im Stubai. Über 3200 lief man über gepresste Windgangel. Aber unterhalb war Firn vom
Feinsten. Und auf den gepflegten Pisten lag Kratzpulver.
Der Saisonabschluss war eine Ad-Hoc-Tour ins Griesnerkar am 17.04.2014. In der Woche zuvor waren die Ski bis zur Waldgrenze zu tragen. Dann schneite es nochmal und wir konnten schon an der Griesner Alm die Ski anschnallen. Glanzstück war das Schönwetterfensterl mit 40 cm Pulverschnee. Wann, wenn nicht bei solchen Verhältnissen, soll man die Steilrinne befahren. Von der Fritz-Pflaum-Hütte bis
zum Wald lagen Pulver- und Pappschnee auf einer soliden Grundlage. Im Wald musste man die Ski tragen, weil die Grundlage fehlte. Aber was macht das schon, bei strahlendem Sonnenschein.
Alles in allem war es, trotz bescheidener Schneeverhältnisse, eine gelungene Tourensaison.

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