TSV Ottobrunn überzeugt bei Bayerischen Masters-Meisterschaften mit zahlreichen Podestplätzen, persönlichen Bestleistungen und großem Teamgeist

Mit einem Bayerischen Meistertitel, zahlreichen Podestplätzen und einer beeindruckenden Serie persönlicher Bestleistungen präsentierten sich die Masters des TSV Ottobrunn bei den Bayerischen Meisterschaften vom 3. bis 5. Juli in Aschaffenburg in ausgezeichneter Form. Trotz hochklassiger Konkurrenz bewiesen die Ottobrunner einmal mehr, dass sie zu den stärksten Masters-Mannschaften Bayerns gehören.

Für einen der größten Höhepunkte sorgte Jochen Kaller (M50). Im Dreisprung steigerte er seine persönliche Bestleistung auf 9,22 m und wurde damit verdient Bayerischer Meister. Auch über 100 m Hürden zeigte er mit 19,21 s als Zweiter ein starkes Rennen. Bronze im Stabhochsprung (2,50 m) sowie Platz vier über 200 m rundeten ein äußerst erfolgreiches Meisterschaftswochenende ab.

Nicht minder beeindruckend verlief der Wettkampf für Frank Kuklik (M55). Gleich zweimal unterbot er seine bisherigen Bestmarken: Über 100 m sprintete er in 12,95 s erstmals auf diese Zeit, ebenso erreichte er über 100 m Hürden in 17,45 s eine neue persönliche Bestleistung. Silber über 100 m und 100 m Hürden sowie Bronze über 200 m in 26,94 s bedeuteten am Ende eine beeindruckende Medaillenausbeute. In allen drei Disziplinen unterbot er damit auch wiederum die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften.

Für Thomas Baumann (M50) zahlte sich die konsequente Trainingsarbeit der vergangenen Monate eindrucksvoll aus. Mit 12,95 s über 100 m steigerte er seine persönliche Bestleistung erneut und erfüllte natürlich wiederum die Qualifikationsnorm für die Deutschen Masters-Meisterschaften. Seine Bronzemedaille unterstrich eindrucksvoll seine hervorragende Entwicklung.

Bemerkenswert ist auch die Entwicklung der Ottobrunner Masters-Sprintgruppe insgesamt: Mit Gerald Braun (M60), Frank Kuklik (M55) und Thomas Baumann (M50) verfügen die Masters des TSV Ottobrunn inzwischen über gleich drei Athleten in diesen Altersklassen, die bereits eine persönliche Bestleistung von unter 13 Sekunden über 100 m erzielt haben – ein eindrucksvoller Beleg für die erfolgreiche Sprintarbeit der vergangenen Jahre.

Einmal mehr bewies Rolf Pries (M60) seine beeindruckende Vielseitigkeit. Der Ottobrunner Allrounder war gleich in mehreren Disziplinen am Start und zeigte durchweg starke Leistungen. Mit 4,38 m im Weitsprung gewann er die Silbermedaille, über 100 m Hürden sicherte er sich in 17,07 s Bronze, was auch die deutsche Meisterschaftsnorm von 20 s deutlich unterbietet. Im Diskuswurf rundete er mit 31,15 m und Rang sechs sein erfolgreiches Wettkampfwochenende ab. Damit bestätigte Rolf erneut, dass er zu den vielseitigsten und zuverlässigsten Leistungsträgern der Ottobrunner Masters gehört.

Auch Barbara Pfahl (W60) überzeugte einmal mehr mit ihrer Vielseitigkeit. Die langjährige Trainerin und Leistungsträgerin der Ottobrunner Masters gewann sowohl über 200 m in 33,97 s als auch im Weitsprung mit 3,94 m jeweils die Silbermedaille. Mit beiden Leistungen erfüllt sie Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften wiederum deutlich. Damit bewies sie eindrucksvoll, dass sie nicht nur am Spielfeldrand als engagierte Trainerin wertvolle Arbeit leistet, sondern auch selbst weiterhin zur bayerischen Spitze ihrer Altersklasse gehört.

Auch wenn es für Klaus Aufinger (M60) diesmal nicht für einen Medaillenrang reichte, durfte er sich dennoch über ein erfolgreiches Wochenende freuen. Sowohl über 100 m Hürden als auch über 200 m stellte er persönliche Bestleistungen auf und bestätigte damit seine kontinuierlich ansteigende Form.

Dramatisches Staffelfinale

Für den emotionalen Höhepunkt der Meisterschaften sorgte einmal mehr die 4 × 100-m-Staffel der M50. Nach einer kurzfristigen Umstellung musste Klaus Aufinger den verletzungsbedingt ausgefallenen Thomas Baumann ersetzen, der aufgrund einer Oberschenkelzerrung nicht an den Start gehen konnte.

Trotz der fehlenden gemeinsamen Wettkampfpraxis lief das Quartett mit Frank Kuklik, Jochen Kaller, Klaus Aufinger und Tammo Tjarks zunächst ein starkes Rennen. Bis zum letzten Wechsel verlief alles nach Plan. Erst bei der letzten Staffelübergabe musste Schlussläufer Tammo Tjarks jedoch kurz abbremsen und sogar stehen bleiben, ehe er den Staffelstab übernehmen konnte. Dadurch gingen entscheidende Zehntelsekunden verloren.

Zwar gewann der TSV Ottobrunn mit 54,33 Sekunden den Wettbewerb der Altersklasse M50, doch der für den Bayerischen Meistertitel erforderliche Medaillenstandard von 53,90 Sekunden wurde dadurch denkbar knapp verfehlt. So überwog im Ziel neben der Freude über den ersten Platz auch ein wenig die Enttäuschung, denn ohne den missglückten Schlusswechsel wäre der Titel durchaus in Reichweite gewesen.

Dennoch fällt das Fazit der Meisterschaften ausgesprochen positiv aus. Ein Bayerischer Meistertitel, zahlreiche Medaillen, sechs persönliche Bestleistungen, sieben erfüllte DM-Normen und viele starke Einzelleistungen sprechen eine klare Sprache. Vor allem aber bewiesen die Ottobrunner Masters erneut ihren außergewöhnlichen Zusammenhalt: Ob kurzfristiges Einspringen in der Staffel oder gegenseitige Unterstützung am Wettkampftag – der Teamgeist war während des gesamten Wochenendes überall spürbar.

Die gezeigten Leistungen machen Lust auf mehr – und lassen hoffen, dass in dieser Saison noch die eine oder andere persönliche Bestleistung sowie vielleicht auch ein weiterer Vereinsrekord folgen werden.

Frank Kuklik (M55) als Vizemeister über 100m flach und 100 m Hürden, beide Male hinter dem mehrfachen Deutschen Meister in diesen Disziplinen, Gene Allen.
Thomas Baumann sprintet mit der neuen persönlichen Bestleistung von 12,95 s seiner Masters-Karriere auf das Siegerpodest über 100 m der AK M50.
Staffel-Sieg über 4×100 m der AK M50 (von links): Jochen Kaller, Tammo Tjarks, Klaus Aufinger und Frank Kuklik

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