Leichtathletik: Zehn Disziplinen, unbändiger Einsatz – Ottobrunner Mehrkämpfer überzeugen in Regensburg

Mit einem Top-8-Platz bei den Bayerischen Meisterschaften, einer neuen Zehnkampf-Bestleistung und einem Stockerlplatz im gleichzeitig stattfindenden Senioren-Zehnkampf, sowie zahlreichen persönlichen Bestleistungen präsentierten sich die Mehrkämpferinnen und Mehrkämpfer des TSV Ottobrunn bei den Bayerischen Mehrkampfmeisterschaften am Wochenende des 25. und 26. Juli in Regensburg. Trotz zweier verletzungsbedingter Rückschläge bewiesen die Ottobrunner einmal mehr ihre Vielseitigkeit und ihren großen Kampfgeist.

Jochen Kaller steigert sich erneut und erkämpft Podestplatz

Für das beste Ottobrunner Ergebnis sorgte Jochen Kaller (M50). Mit 4.835 Punkten belegte er im Zehnkampf den 3. Platz und stellte gleichzeitig eine neue persönliche Bestleistung auf.

Über beide Wettkampftage überzeugte Jochen mit konstant starken Leistungen in allen Disziplinen. Nach 4,61 m im Weitsprung, 8,32 m im Kugelstoßen, 1,46 m im Hochsprung und 13,54 Sekunden über 100 m legte er mit soliden Leistungen über 400 m, 100 m Hürden, Diskus, Stabhochsprung (2,80 m, Einstellung seiner PB und beste Stab-Leistung in einem Mehrkampf), Speerwurf und den abschließenden 1.500 m den Grundstein für sein bislang bestes Zehnkampfergebnis.

Die neue Bestleistung ist der verdiente Lohn für seine kontinuierliche Entwicklung und unterstreicht einmal mehr seine Qualitäten als vielseitiger Mehrkämpfer.

Jochen überzeugt als Dritter in der Altersklasse M50.
Die Riege der Senioren in Regensburg mit Jochen Kaller (Bildmitte, im blauen Trikot) vom TSV Ottobrunn.

Smilla Grotefendt überzeugt mit persönlichem Bestleistungen

Einen hervorragenden Wettkampf zeigte auch Smilla Grotefendt (U20). Mit 3.597 Punkten erreichte sie im Siebenkampf einen starken 8. Platz bei den Bayerischen Meisterschaften und gehörte damit zu den besten Mehrkämpferinnen des Freistaats.

Besonders erfreulich waren ihre persönlichen Bestleistungen im Hochsprung und Kugelstoßen. Mit übersprungenen 1,51 m steigerte sie ihre Bestleistung im Hochsprung und bewies einmal mehr ihre Sprungkraft. Auch im Kugelstoßen gelang ihr mit 8,71 m eine neue persönliche Bestleistung. Im Speerwurf mit 29,58 m sowie über die abschließenden 800 m in 2:37,08 Minuten sammelte sie weitere wertvolle Punkte für ihr Gesamtergebnis.

Der 8. Platz bei Bayerischen Meisterschaften ist ein schöner Erfolg und unterstreicht Smillas kontinuierliche Entwicklung im Mehrkampf.

Smilla (ganz rechts) bei der Ehrung der besten 8 bayerischen Mehrkämpferinnen in der wU20.

Matthias Aufinger beweist großen Kampfgeist

Eine besondere Geschichte schrieb Matthias Aufinger. Gleich im dritten und besten Versuch des Weitsprungs verletzte er sich bei einem nur hauchdünn übertretenen Sprung leicht am linken Knöchel. An Aufgeben dachte er jedoch zunächst nicht.

Trotz der Verletzung erzielte er anschließend im Kugelstoßen mit 10,51 m eine Leistung nahe seiner persönlichen Bestleistung. Im Hochsprung überquerte er mit einem sicheren Sprung 1,54 m, um wichtige Punkte für die Gesamtwertung mitzunehmen.

Im weiteren Verlauf entschied Matthias die 400 m und die 110 m Hürden zwar anzutreten (um im Wettkampf zu bleiben), aber aufzugeben, da ein Sprint mit dem angeschlagenen Knöchel keinen Sinn mehr machte. Dennoch setzte er den Wettkampf fort und zeigte großen Einsatz. Im Diskuswurf (29,66 m) blieb er knapp unter seiner persönlichen Bestleistung. Im Stabhochsprung (3,20 m), Speerwurf (38,27 m), sowie über die abschließenden 1.500 m (4:58,10) stellte er sogar neue persönliche Bestleistungen auf.

Mit 3.886 Punkten belegte Matthias am Ende Rang 19. Das Ergebnis spiegelt allerdings nur bedingt seinen Wettkampf wider – vielmehr bleibt seine kämpferische Einstellung in Erinnerung, mit der er trotz Verletzung das Beste aus der Situation machte.

Rolf Pries muss nach starkem Beginn verletzt aufgeben

Weniger glücklich verlief der Wettkampf für Rolf Pries (M60). Der erfahrene Mehrkämpfer war ausgezeichnet in den Zehnkampf gestartet und sammelte mit 4,28 m im Weitsprung sowie 9,49 m im Kugelstoßen bereits wichtige Punkte. Doch im Hochsprung hatte er Pech: Nach übersprungenen 1,28 m zog er sich eine Muskelverletzung zu und musste den Wettkampf schweren Herzens vorzeitig beenden.

Gerade für einen leidenschaftlichen Mehrkämpfer ist eine solche Aufgabe besonders bitter. Umso mehr bleibt zu hoffen, dass Rolf die Verletzung schnell auskuriert und schon bald wieder in den Wettkampfbetrieb zurückkehren kann.

Mehrkampf – die Königsdisziplin der Leichtathletik

Sprinten, Springen, Werfen und Laufen – kaum eine Disziplin verlangt so viel Vielseitigkeit und Durchhaltevermögen wie der Mehrkampf. Genau diese Eigenschaften stellten die Ottobrunner Athletinnen und Athleten in Regensburg eindrucksvoll unter Beweis.

Mit einem Podestplatz, einer neuen Zehnkampf-Bestleistung, mehreren weiteren persönlichen Bestleistungen und großem Einsatz über zwei anstrengende Wettkampftage konnten die Ottobrunner zufrieden die Heimreise antreten. Die Ergebnisse zeigen einmal mehr, dass sich die kontinuierliche Mehrkampfarbeit im TSV Ottobrunn auszahlt und eine hervorragende Basis für die kommenden Wettkämpfe bildet.

Ein sportliches Ausrufezeichen setzte auch der befreundete TSV Vaterstetten. Dort verbesserte Gerhard Zorn (M70) bei demselben Wettkampf den Bayerischen Rekord im Zehnkampf seiner Altersklasse – eine außergewöhnliche Leistung, die einmal mehr seine beeindruckende Vielseitigkeit unter Beweis stellt. Wir gratulieren Gerhard und dem TSV Vaterstetten herzlich zu diesem großartigen Erfolg! Einen ausführlichen Bericht findet ihr auf der Homepage des TSV Vaterstetten:

Bayerischer Rekord in einem Zehnkampf mit Höhen und Tiefen

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