Leichtathletik: TSV-Masters glänzen bei der Team-DM-Qualifikation mit starken Leistungen

Nach 2022, 2023 und 2025 gelang es den Masters des TSV Ottobrunn am 23. Juni 2026 in der jüngeren Vergangenheit bereits zum vierten Mal, eine Mannschaft für den Qualifikationswettbewerb zur Team-DM zu stellen. Bei hochsommerlichen Temperaturen um die 30 °C – ideale Bedingungen für die Sprinter, dagegen eine echte Herausforderung für die Mittelstreckler – zeigte das Team einen geschlossenen und engagierten Auftritt. Dank zahlreicher solider Leistungen, mehrerer herausragender persönlicher Bestleistungen (pB) und eines neuen Vereinsrekords der M50-Staffel steigerte die Mannschaft ihre Gesamtpunktzahl gegenüber dem Vorjahr deutlich.

Bei der Team-DM können in den Disziplinen 100 m, Weitsprung, Hochsprung, Diskuswurf, Kugelstoß, 800 m und 3.000 m jeweils bis zu drei Athleten pro Mannschaft starten, wobei die beiden besten Ergebnisse in die Wertung eingehen. Hinzu kommt die 4 × 100-m-Staffel, deren schnellste Zeit ebenfalls in die Gesamtpunktzahl einfließt.

Frank Kuklik und Thomas Baumann mit Traum-pBs über 100 m

Einen perfekten Auftakt erwischten die Ottobrunner Sprinter. Frank Kuklik blieb über 100 m erstmals in seiner sportlichen Karriere unter der 13-Sekunden-Marke und sprintete mit 12,99 Sekunden zu einer hervorragenden neuen persönlichen Bestleistung. Auch Thomas Baumann überzeugte mit einer neuen pB von 13,05 Sekunden und erfüllte gleichzeitig die Einzelnorm für die Deutschen Meisterschaften.

Auch in den weiteren Disziplinen sammelte das Team wichtige Punkte und übertraf dabei die Ergebnisse des Vorjahres. Für eine kleine Anekdote sorgte Thomas Baumann, der Jochen Kallers Mannschaftsaufstellung nicht ganz aufmerksam gelesen hatte und erst unmittelbar vor dem Wettkampf erfuhr, dass er auch im Weitsprung eingesetzt werden würde. Ohne vorbereitete Anlauflänge musste er improvisieren – und sprang dennoch starke 4,74 m, die beste Weite der Ottobrunner an diesem Tag und zugleich persönliche Bestleistung in seiner noch jungen Masters-Karriere.

Auch im Diskuswurf überzeugten Rolf (27,75 m) und Klaus (24,96 m), im Hochsprung überquerten Jochen und Ralph jeweils 1,45 m. Im Kugelstoßen steuerten Frank Oschütz (9,21 m) und Frank Kuklik (9,15 m) wertvolle Punkte bei. Über 800 m kämpften Jochen (2:52,44 min) und Klaus (3:04,32 min) um jede Sekunde, während sich Frank Kuklik (14:53,61 min) und Tammo (15:25,93 min) bei großer Hitze den 3.000 m stellten.

Dass die Mannschaft derzeit keine ausgewiesenen Mittelstreckenspezialisten in ihren Reihen hat, ist bekannt. Umso bemerkenswerter ist die Bereitschaft aller Athleten, auch in weniger vertrauten Disziplinen Verantwortung für das Team zu übernehmen. Gerade dieser Einsatz füreinander macht den besonderen Charakter der Ottobrunner Masters aus. Ein besonderer Dank gilt deshalb Frank Kuklik und Tammo Tjarks, die sich bei den hohen Temperaturen den kräftezehrenden 3.000 Metern stellten und damit einen wichtigen Beitrag zum Mannschaftsergebnis leisteten.

Neuer Vereinsrekord durch die M50-Staffel

Den emotionalen Höhepunkt des Wettkampfs bildete einmal mehr die 4 × 100-m-Staffel. In der Besetzung Frank Kuklik, Thomas Baumann, Jochen Kaller und Tammo Tjarks lief das Quartett in 50,21 Sekunden zu einem neuen Vereinsrekord der Altersklasse M50. Nun fehlt nur noch ein Wimpernschlag bis zur magischen 50-Sekunden-Grenze – ein Ziel, das angesichts der gezeigten Leistungen bereits in greifbare Nähe gerückt ist.

In der Endabrechnung bedeutete dies mit 8030 Punkten Platz 2 hinter der LG Stadtwerke München (9075 Punkte). Der Wettkampf in Gröbenzell hat einmal mehr gezeigt, dass die Stärke der Ottobrunner Masters nicht nur in schnellen Zeiten und guten Weiten liegt, sondern vor allem im außergewöhnlichen Teamgeist. Jeder Athlet brachte sich dort ein, wo er gebraucht wurde, und trug seinen Teil zum hervorragenden Mannschaftsergebnis bei.

Mit der deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr und mehreren persönlichen Höhepunkten blickt das Team optimistisch auf die kommenden Aufgaben.

Das M50-Team unserer Masters am Ende des Qualifikationswettkampfes zur Team-Deutschen-Meisterschaft am 23. Juni 2026 in Gröbenzell. Von links: Rolf Pries, Klaus Aufinger, Frank Kuklik, Frank Oschütz, Thomas Baumann, Tammo Tjarks, Jochen Kaller und Ralph Stömmer

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