Kulturfahrt der Ski-u. Bergsportabteilung des TSV Ottobrunn am 18. Juli 2013 zur Archäologischen Landesausstellung „Alexander der Große“ im Lokschuppen Rosenheim

Bekanntermaßen steigt das Durchschnittsalter der Mitglieder unserer Abteilung stetig an. Deshalb
werden sich unsere Kulturbeauftragten Veronika G. und Evi K. gedacht haben, ein Besuch beim
„James Bond der Antike“ wird mit Sicherheit einen Motivationsschub nicht nur bei den jüngeren,
sondern auch bei den älteren Teilnehmern der Ski- und Bergsportabt. auslösen. Acht
Motivationswillige, Veronika G., Hannelore Z., Manfred u. Renate H., Gretl M., Franz G., Götz u. Gabi
L. wollten diesen Schub am eigenen Leib erfahren. Sie alle kamen in den Genuss einer kompetenten
Führung durch Frau Lydia Zellner. Es gelang ihr, unsere neugierige Gruppe mit ihrem großen Wissen,
mit Witz und visuellen Überraschungen durch diese geschichtsträchtige Ausstellung zu führen. Dabei
erzählte Frau Zellner auch folgendes über den so erfolgreichen Frauenversteher:
Alexander der Große bzw. Alexander III. von Makedonien (* 20. Juli 356 v. Chr. in Pella; † 10. Juni
323 v. Chr. in Babylon) war von 336 v. Chr. bis zu seinem Tod König von Makedonien und Hegemon
(Führer) des Korinthischen Bundes (Staatenbund im antiken Griechenland).
Er änderte den Lauf der Weltgeschichte.
In der Ausstellung finden die Besucher eine große Feldzugkarte, auf der die Feldzüge Alexanders
Richtung Osten dargestellt sind. Es wird behauptet, dass das Großreich Alexanders 125 mal so groß
wie Bayern war. Mit dieser Darstellung wird dem Besucher das Ausmaß seiner Eroberungen erst
richtig bewusst.
Alexander dehnte die Grenzen des Reiches, das sein Vater Philipp II. aus dem vormals eher
unbedeutenden Kleinstaat Makedonien sowie mehreren griechischen Poleis (Staatsverbänden im
antiken Griechenland) errichtet hatte, durch den sogenannten Alexanderzug und die Eroberung des
Achämenidenreichs (altpersisches Reich) bis an den indischen Subkontinent aus. Dafür stand ihm die
von seinem Vater bestens ausgebildete Armee mit bis zu 35.000 Soldaten zur Verfügung. Seine
Soldaten verfügten über drei Meter lange Lanzen, mit denen sie im Angriffsfalle eine riesige Mauer
gebildet haben. Diese Mauer konnten z.B. die Perser mit ihren kriegsbeilähnlichen Waffen nicht
durchbrechen. Alexander hat neue Soldaten aus den eroberten Gebieten übernommen und ausgebildet.
Dadurch konnte er sein Heer immer wieder verjüngen und verstärken.
Alle Soldaten wurden mit der Kriegsbeute bezahlt.
Nach seinem Einmarsch in Ägypten wurde er dort als Pharao begrüßt. Nicht zuletzt aufgrund seiner
großen militärischen Erfolge wurde das Leben Alexanders ein belie
btes Motiv in Literatur und Kunst.
Uns ist Alexander der Große nicht nur in Erinnerung, dass er den „Gordischen Knoten“ zerschlagen
hat, sondern dass er sich im Jahre 333 v. Chr. auch bei Issos eine große „Keilerei“ geliefert hat.
Wegen der vielen Kampfverletzungen und vermutlich auch wg. übermäßigem Weinkonsums starb
der TOP-Athlet schon im Alter von 32 Jahren in Babylon. Das Ergebnis für sein erobertes Großreich
war: „Wie gewonnen so zerronnen“. Wir dagegen haben Athleten unter uns, die ihn um 50 Jahre und
mehr überlebt haben und bis zum heutigen Tag sportlich aktiv sind. Warum? Bei einem richtigen
Lebenswandel (nicht übermäßig Wein, Weib und Gesang) und einer Portion Glück haben wir mehr
vom Leben. Außerdem haben unsere Athleten lediglich ein kleines Reich zu verwalten.
Für die anderen Athleten, die ebenfalls in den Genuss eines Motivationsschubes kommen möchten,
ist die Ausstellung noch bis zum 03. November 2013 im Lokschuppen anzuschauen. Vorher sollte
man sich noch ordentlich mit Eiweiß dopen. Das bringt’s!
Nach der eindrucksvollen Führung laufen die nunmehr motivierten nochmals durch die Ausstellung
und bewundern ganz in Ruhe die sonstigen Ausstellungsstücke wie Münzen, Schmuck, Kriegsgeräte
und auch Haushaltsgeräte des Heeres von Alexander.
Im Übrigen ist die Ausstellung auch für Kinder hervorragend geeignet.
Günter

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